Alle Beiträge von Daniel-Benjamin Haag

Mitgliederversammlung der Hospizbewegung wählt neuen Vorstand

Alle drei Jahre ist es soweit, dann müssen laut unserer Satzung die Mitglieder des Vorstands neu gewählt werden. Obwohl viele unserer Vorstandsmitglieder sich zur Wiederwahl stellen wollten, musste ein neuer Schriftführer / eine neue Schriftführerin gefunden werden und auch die Frage der Neubesetzung der Aufgabe der stellvertretenden Vorsitzenden stand länger offen. In der Vorbereitung auf die Wahlen ging es daher lange und geduldig darum, geeignete Personen anzusprechen und zu finden, die sich eine Mitarbeit vorstellen könnten.

Unter der Wahlleitung von Herrn Manfred Gessler wurde wie folgt gewählt:
Von der Versammlung wurden im Amt bestätigt
• Brigitte Tauscher-Bährle, Vorsitzende
• Dr. med. Elvira Kern-Nagel, stellvertretende Vorsitzende
• Anita Wilhelm, Schatzmeisterin
• Dr. Silvia Bangen-Simoni, Beisitzerin
• Pfarrerin Ulrike Hermann, Beisitzerin
• Sabine Konrad, Beisitzerin

Neu ins Amt gewählt wurden:
• Ingrid Mayer, Schriftführerin
• Matthias Meyer, Beisitzer

Kassenprüfer sind weiterhin Josef Körtgen und Herr Urban (für ein Jahr).

Allen Damen und Herren gilt der herzliche Dank für die ehrenamtlich geleistete Arbeit!


Einführungskurs für neue Ehrenamtliche abgeschlossen!

Teilnehmende sind bereit für die Sterbebegleitung

Mit großer Begeisterung und Motivation nahmen zehn Frauen und ein Mann am Einführungskurs für ehrenamtliche Mitarbeiter im Hospizdienst teil, den die Hospizbewegung St. Josef im Franziskuszentrum in Friedrichshafen angeboten hatte. Von Mitte März an bis Mitte September 2023 erstreckte sich die Schulung über dreizehn Abendveranstaltungen und zwei ganze Samstage mit den vielfältigen Aspekten der Sterbebegleitung. Referenten waren die Koordinatorinnen, Der Hospizseelsorger und Fachkräfte aus der Palliativversorgung. Die persönliche Auseinandersetzung der Teilnehmenden mit der eigenen Endlichkeit, der Umgang mit Schwerkranken und grundlegende Kompetenzen in der Sterbebegleitung waren Themen des Kurses. Einblicke in die palliative Versorgung im häuslichen Bereich, pflegerische Unterstützung am Krankenbett, der Umgang mit Demenz, Seelsorge am Lebensende sowie Trauer und Trauerbegleitung waren weitere Inhalte der Schulung.

Trotz anfänglicher Skepsis und Respekt vor dem heiklen Themenbereich Sterben und Tod empfanden alle Teilnehmer/innen den Kurs als persönliche Bereicherung und Gewinn. Sie beginnen nach der intensiven Vorbereitungszeit und der Übergabe der Zertifikate mit der praktischen Arbeit als ehrenamtliche Hospizmitarbeiter/innen. Den Kurs leiteten die Koordinatorin Birgitta Radau und Brigitte Tauscher-Bährle. Auf dem Foto fehlt eine Teilnehmerin.

Informationen über den Hospizdienst Friedrichshafen erhalten Interessierte bei der Koordinatorin, Birgitta Radau 0173 -3711226.

Der ärztlich assistierte Suizid

Großer Andrang am Sonntagnachmittag zur Veranstaltung der Hospizbewegung. Rund achtzig Teilnehmende hörten die drei Beiträge von Mitgliedern des Vorstands zum schwierigen Thema des „ärztlich assistierten Suizids“. Die Vorsitzende Brigitte Tauscher- Bährle wies zu Beginn in ihrer Begrüßung darauf hin, dass der Blickwinkel der Veranstaltung sich auf alte und schwerkranke Menschen am Lebensende konzentrieren würde – während das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes vom Februar 2020 allen Suizidwilligen, auch Gesunden, gleich welchen Alters, das Recht auf einen ärztlich begleiteten Suizid einräumt.

1. Gemeinsam leben – (gem)EINSAM STERBEN
Dr.med. Silvia Bangen-Simoni, Fachärztin für Innere und Palliativmedizin i.R., machte den Anfang mit dem Thema „Gemeinsam LEBEN – (gem)EINSAM STERBEN“. Sie verwies auf die noch ausstehenden Durchführungsbestimmungen, die der Bundestag nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts erst beschließen muss. Sie beleuchtete die voraussichtliche Prozedur, die der Suizidwillige dann zu durchlaufen haben würde und erläuterte zu erwartende Schwierigkeiten an diese „Unbedenklichkeitsbescheinigung“ zu kommen. Gleichzeitig unterstrich sie vehement die Aufgabe und Verantwortung jedes Einzelnen wie auch gesamtgesellschaftlich, der Vereinsamung von alten und kranken Menschen entgegen zu wirken und sie nicht im Stich zu lassen. Gerade im Hinblick auf eine Gesetzgebung, die bei alten und kranken Menschen einen Erwartungsdruck entstehen lassen könnte, dahingehend, dass sie durch ihren Suizid nicht länger als Belastung für Familie und Gesellschaft gelten.

2. Beim Sterben helfen?
Pfarrerin Ulrike Hermann, langjährige evangelische Seelsorgerin am Klinikum Friedrichshafen, stellte zunächst den biblischen Gedanken der Gottebenbildlichkeit des Menschen vor ihre weiteren Ausführungen und damit einhergehend die Botschaft vom Gott des Lebens, der auch durch Dunkelheit und Schmerzen an der Seite aller Leidenden bleibe. Sie betonte ausdrücklich die Bereitschaft von Seelsorgenden, alle Menschen unabhängig von ihren Wünschen und Entscheidungen zu begleiten, wenn sie es denn wünschten. Auch Pfarrerin Hermann sieht die Not der Einsamkeit vieler Kranken und appellierte an die Zuhörerschaft, sich in ihrem Umfeld mit offenen Augen und Herzen darum zu kümmern.

3. ICH WILL LEBEN – ICH WILL STERBEN
Im dritten Beitrag von Dr.med. Elvira Kern-Nagel, Fachärztin für Allgemeinmedizin und Radioonkologie, ging es unter dem Titel „ICH WILL LEBEN – ICH WILL STERBEN“ um den Weg einer Patientin in schwerer Krankheit aus ärztlicher Sicht. Sie stellte den Fall einer Frau vor, die mit metastasierter Krebserkrankung zu ihr in die Praxis kam und durch eine gezielte und umfassende sog. Integrative Therapie noch einige gute Jahre erleben durfte. Da sie früher den qualvoll erlebten Krebstod ihres Ehemannes miterleiden musste, war sie Mitglied bei einer Schweizer Sterbehilfeorganisation geworden, um im Bedarfsfall dort ihr Leben beenden zu können. Frau Dr. Kern-Nagel stellte dar, wie die ärztliche Begleitung aussah, mit vielen Gesprächen, die der Kranken Mut machten und in denen viele Fragen und Ängste angesprochen werden konnten. Die Kranke starb schließlich, gut mit Medikamenten gegen ihre verschiedenen Beschwerden unterstützt, ruhig und einverstanden im Kreis ihrer Familie.

Die Anwesenden spendeten insgesamt 525 Euro, die an „Ärzte ohne Grenzen“ weitergeleitet worden sind.

www.hospizbewegung-fn.de
Auf unserer Homepage finden Sie die Stellungnahme des Vorstands vom Mai 2021 zum Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Thema des ärztlich assistierten Suizids.

 

Einführungskurs für neue Ehrenamtliche abgeschlossen

Mit großer Begeisterung und Motivation nahmen zehn Frauen und ein Mann am Einführungskurs für ehrenamtliche Mitarbeiter im Hospizdienst teil, den die Hospizbewegung St. Josef im Franziskuszentrum in Friedrichshafen angeboten hatte. Von Mitte Juni an bis Anfang November 2021 erstreckte sich die Schulung über Abendveranstaltungen und mehrere ganze Samstage mit den vielfältigen Aspekten der Sterbebegleitung. Die persönliche Auseinandersetzung mit der eigenen Endlichkeit, der Umgang mit Schwerkranken und grundlegende Kompetenzen in der Sterbebegleitung waren Themen des Kurses. Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung, Einblicke in die palliative Versorgung im häuslichen Bereich, pflegerische Unterstützung am Krankenbett, der Umgang mit Demenz, Seelsorge am Lebensende sowie Trauer und Trauerbegleitung waren weitere Inhalte der Schulung.

Trotz anfänglicher Skepsis und Angst vor dem heiklen Themenbereich Sterben und Tod empfanden alle Teilnehmer/innen den Kurs als persönliche Bereicherung und Gewinn. Sie beginnen nach der intensiven Vorbereitungszeit und der Übergabe der Zertifikate mit der praktischen Arbeit als ehrenamtliche Hospizmitarbeiter/innen. Den Kurs leiteten die Koordinatorinnen Birgitta Radau und Isabel Römer.

Informationen über den Hospizdienst Friedrichshafen erhalten Interessierte bei der Koordinatorin Birgitta Radau – 0173 37 11 226.

Kleinebergviertel spendet für Hospizarbeit

Viele fleißige Hände, viele Menschen mit tollen Ideen und viele strahlende Gäste haben am Sonntag, 11.9.2021 das Kleinebergviertel in Friedrichshafen zum Leuchten gebracht. Und alle haben sie gespendet für den guten Zweck. Auf Anregung von Nicole Rieder, Inhaberin des Friseursalons Moltkestr. 1, deren Mutter ehrenamtlich im Hospiz mitarbeitet, wurde für die Hospizarbeit in Friedrichshafen gespendet. Knapp 2.200 Euro kamen zusammen! Nicole Rieder hat zum Beispiel am laufenden Band Haare geschnitten gegen eine Spende: „Ich habe meine Finger nicht mehr gespürt am Abend!“, sagte sie augenzwinkernd. Zwei Live-Bands verzichteten auf ihre Gage, und viele Gäste gaben kleinere und größere Beträge. Peter Busjahn, Inhaber der „Saloon-Bar“ und Organisator des Straßenfestes, plant schon für nächstes Jahr. Mit verantwortlich für die Durchführung waren außerdem Sam Kretschmer von der „Minibar“, Thomas Rieder als Grillmeister, Gerhard Schafheitle von Zeitarbeit Merkur, Claudia Zillich vom Café „Karamell“, Marleen Sturm für die „Vinothek Vintage 1989“ und Florian Volz, „The Bloody Butcher“.

Die Hospizarbeit in Friedrichshafen hat verschiedene Aufgaben. Neben der Ausbildung und Begleitung von ca. 35 Ehrenamtlichen wird das Stationäre Hospiz mit Spendengeldern finanziell unterstützt, gemäß dem Auftrag des Gesetzgebers. Die Ehrenamtlichen begleiten Menschen im stationären Hospiz, zu Hause, im Krankenhaus und im Pflegeheim, je nach Anfrage durch Angehörige, Pflegekräfte, Ärzte oder Sozialdienste. Außerdem gibt es Kurse zur „Letzten Hilfe“ , gedacht für Angehörige, die in der häuslichen Umgebung bei der Versorgung eines Kranken beteiligt sind. Und nicht zuletzt gibt es neue Angebote zur Trauerbegleitung, wie den Trauerspaziergang 1x monatlich am Sonntagnachmittag auf dem Städtischen Friedhof sowie eine Trauergruppe mit 8 – 10 Teilnehmern ab 4. Oktober 2021.

PS: Alle Personen auf dem Foto sind geimpft oder getestet.

Neu: Angebote zur Trauerbegleitung

Spaziergang für Trauernde

Wir gehen miteinander, reden, schweigen, hören uns gegenseitig zu

Termine:
Sonntag, 19. September 2021
Sonntag, 17. Oktober 2021
Sonntag, 14. November 2021
Sonntag, 12. Dezember 2021

Jeweils um 15.00 Uhr, Dauer ca. 1 Stunde
Treffpunkt: Städtischer Friedhof Friedrichshafen, Eingangstor, Hochstr. 41, 88045 Friedrichshafen,
Parkplätze vorhanden, Haltestellen „Friedhof“ der Stadtbuslinien 1,4,5
Keine Anmeldung erforderlich! Die Teilnahme ist kostenlos.

Begleitung: Carola Fischerkeller, Christa Berner, Brigitte Tauscher-Bährle

Weitere Informationen erhalten Sie gerne bei:
Isabel Römer, 0175 262 1945 oder
Brigitte Tauscher-Bährle, 0176 232 77 869.

Gesprächsgruppe für Trauernde

Mit der Trauer nicht allein sein, darüber reden, sich gegenseitig zuhören, Tipps austauschen, sich stärken – auch dann noch, wenn für Außenstehende doch alles längst wieder „normal“ sein müsste

Termine:
Montag, 4. und 18. Oktober 2021
Montag, 8. und 22. November 2021
Montag, 13. Dezember 2021
Montag, 10. und 31. Januar 2022
Montag, 21. Februar 2022

Die Gruppe ist als geschlossene Gruppe geplant, mit ca. 8 – 10 Teilnehmer/innen.
Beginn jeweils um 17.30 Uhr, geplante Dauer 2 Stunden.
Ort: Allmandtreff, Allmandstr. 18, 88045 Friedrichshafen.

Die Inhalte richten sich nach dem Bedarf der Teilnehmer/innen, ergänzt durch Themenvorschläge der Begleiterinnen.
Es ist eine Anmeldung erforderlich.
Die 3-G-Regeln als Corona – Schutzmaßnahmen müssen beachtet werden.

Leitung:
Isabel Römer, 0175 262 1945, isabel.roemer@stiftung-liebenau.de, und
Brigitte Tauscher-Bährle, 0176 232 77 869, info@hospizbewegung-fn.de

Stellungnahme zum Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom Februar 2020

Assistierter Suizid

Die ökumenische „Woche für das Leben“ war in diesem Jahr dem Thema gewidmet “LEBEN im Sterben“- quasi die Kurzfassung des von Dame C. Saunders, der Initiatorin der modernen Hospizbewegung, 1967 formulierten Leitspruchs „Nicht dem Leben mehr Tage, sondern den Tagen mehr Leben geben!“

Hospizarbeit/palliative Begleitung – Begleitung in schwerer Krankheit, am Lebensende.

Nicht nur Linderung körperlicher Beschwerden, sondern ganzheitliche, wertschätzende, liebevolle Fürsorge unter Berücksichtigung der Patientenautonomie! Palliative Begleitung heißt, Leben in Würde trotz und mit schwerer Krankheit möglich zu machen, sei es unter stationären Bedingungen im Hospiz, sei es durch engagierte ambulante Hospizdienste.

Das Angebot der umfassenden Palliative Care hat in diesem Jahr besondere Aktualität im Zusammenhang mit der neu zu formulierenden gesetzlichen Regelung zur Suizid-Beihilfe.

Vor über einem Jahr hat das Bundesverfassungsgericht §217 gekippt: das bisherige Verbot der geschäftsmäßigen Beihilfe zum Suizid verstoße gegen das im Grundgesetz garantierte Selbstbestimmungsrecht. “Das Recht auf selbstbestimmtes Sterben schließt die Freiheit ein, sich das Leben zu nehmen und dabei Angebote von Dritten in Anspruch zu nehmen unabhängig von der Schwere einer Erkrankung!“ Das heißt, dass auch ein gesunder, aber lebenssatter Mensch ein Anrecht auf Suizidbeihilfe haben soll. Von Staats wegen soll ein „prozedurales Sicherungskonzept“ etabliert werden, „um zu verhindern, dass organisierte Beihilfe zur Selbsttötung zu einer Normalisierung des Suizids führt“.

Ist dem vom Staat zu gewährenden „Schutz des Lebens“ damit Genüge getan?

Wird dabei berücksichtigt, dass in der Mehrzahl der Fälle dem Suizidwunsch eine (behandelbare!)psychische Störung zugrunde liegt?!

Soll die Entscheidungsfreiheit bezüglich des Suizidwunsches durch einen Arzt festgestellt werden? Das würde bedeuten, dass der Arzt mit seiner elementaren Aufgabe als Helfer im Leiden dazu beiträgt, dass der Leidende beseitigt wird?!

In den meisten Fällen von missglückten Suizidversuchen, die also überlebt werden, ist im Gespräch mit diesen am Leben verzweifelten Menschen herauszuhören, dass sie sich mit ihren Sorgen alleingelassen fühlen, mit ihrer Angst vor Verlust der Selbstkontrolle, Angst vor Pflegebedürftigkeit, Angst vor Demenz, Angst zur Last zu fallen, Einsamkeit.

Schwerkranke Menschen am Ende ihres Lebens suchen den Tod, um so nicht weiterleben zu müssen. Diese Menschen brauchen einen Menschen an ihrer Seite, der ihre Sorgen und Bedürfnisse wahrnimmt! Statt in unserer Zeit des Machbarkeitswahns der High-Tech-Medizin die Endlichkeit des Lebens zu verdrängen, statt Sterbehilfe zu popularisieren, sollte der humane Umgang mit Krankheit und Sterben wieder in die Mitte der Gesellschaft geholt werden.

In der selbstoptimierten Gesellschaft, in der bereits der Zustand altersentsprechender Abhängigkeit und erst recht zunehmender krankheitsbedingter Abhängigkeit als „würdelos“ betrachtet wird, ist man schnell bereit, Sterbehilfe einzufordern. Sich dagegen in Ängste und Bedürfnisse des Menschen in der Lebensendphase einzufühlen erfordert Einsatz, Demut, manchmal auch Mut, aber das allein wird der Forderung nach einem menschenwürdigen Sterben gerecht.

Aus dem Recht auf Sterbehilfe wird schnell die Erwartung, dass dieses Recht auch genutzt wird. Ein Sprecher der Deutschen Palliativ-Stiftung sagte dazu: „Wer Sterbehilfe erlaubt, macht über kurz oder lang Sterben zur Pflicht in einer ökonomisierten Gesellschaft wie der Unseren“. Behinderte, Schwerkranke können subtilen Zwängen ausgesetzt werden zur Rechtfertigung ihres „Noch-Daseins“ – vor allem im Hinblick auf eingeschränkte Ressourcen sowie Pflegenotstand …

Dass diese Überlegungen nicht unbegründet sind, zeigt die Entwicklung mit der Liberalisierung der Suizidbeihilfe in anderen Ländern:

– In den Niederlanden bewegt sich die 2001 legalisierte Suizidbeihilfe zunehmend in Nähe der „Tötung auf Verlangen“, ohne strafrechtliche Konsequenzen.

– In Belgien und Canada wird Suizidbeihilfe mit dem Anspruch „Altruismus“ geadelt, indem der Suizident noch als mögliche Organentnahmequelle gilt.

– Im Auftrag des kanadischen Parlaments wurde der ökonomische Nutzen berechnet, der sich aus eingesparten Aufwendungen für Patienten ergibt, die sich suizidieren anstelle einer Weiterbehandlung!

Für das Angebot der Suizidassistenz gibt es keine medizinische oder ethische Rechtfertigung.

Die beste Präventionsmaßnahme gegen den Wunsch, in einer schwierigen Lebenssituation seinem Leben selbst ein Ende zu setzen, ist Palliative Care, wie sie im Hospiz im Franziskuszentrum gelebt wird, ist der ambulante kostenlose Hospizbesuchsdienst, der die Versorgung zuhause bis zuletzt mitermöglicht vor allem auch durch den Einsatz unserer Ehrenamtlichen, ist das neue Angebot der „Letzte Hilfe“-Kurse für Angehörige mit Einführung ins Thema palliative Versorgung und Sterbebegleitung.

28.04.2021

Dr. med. S. Bangen-Simoni, Internistin – Palliativmedizin

Dr. med. E. Kern-Nagel

Pfarrerin Ulrike Hermann

„Letzte Hilfe“ – Kurse

„Am Ende wissen, wie es geht“

Wenn Angehörige oder andere nahestehende Menschen aufs Sterben zugehen, tauchen viele Unsicherheiten und Fragen auf. Die Koordinatorinnen des Ambulanten Hospizdienstes vermitteln im Kurs das „kleine 1×1 der Sterbebegleitung“, das Umsorgen von schwerkranken und sterbenden Menschen am Lebensende.

Als Basiswissen für eine sorgende Gesellschaft wendet sich das kostenlose Kursangebot an alle Menschen, die sich über die Themen rund um das Sterben, Tod und Palliativversorgung informieren wollen.

Letzte Hilfe Kurse vermitteln Orientierung sowie einfache Handgriffe. Sterbebegleitung ist keine Wissenschaft, sondern praktizierte Mitmenschlichkeit die auch in der Familie und der Nachbarschaft möglich ist. Wir möchten Grundwissen an die Hand geben und ermutigen, sich Sterbenden zuzuwenden. Wir überlegen auch, wie man Abschied nehmen kann und besprechen unsere Möglichkeiten und unsere Grenzen.
Der Kurs besteht aus 4 Einheiten zu jeweils 45 Minuten. Die Moderation erfolgt durch erfahrene und zertifizierte Kursleiterinnen (die Koordinatorinnen des Ambulanten Hospizdienstes) mit Erfahrung in der Hospiz- und Palliativversorgung.

Termine 2021:
Dienstag, 6.7.2021, 17.30 bis ca. 21.30 Uhr
Dienstag, 9.11.2021, 17.30 bis ca. 21.30 Uhr

Ort: Allmandtreff, Allmandstr. 18, 88045 Friedrichshafen
Kosten: kostenfrei
Anmeldung: an isabel.roemer@stiftung-liebenau.de oder 0173 3711 226
Veranstalter: Hospizbewegung St. Josef Friedrichshafen e.V.
Kooperationspartner: keb FN

Informationen zu den Inhalten: www.letztehilfe.info

Isabel Römer, Birgitta Radau